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BiografieBiografie
© Frank Jerke

Biografie

Formelhaftigkeit ist ihm offenbar fremd, und er erfüllt – das zeigte der Abend – seine Wiedergaben mit Inspiration und imaginärer Kraft.

(FAZ)

His personality showed an experienced, confident but decidedly cerebral perfomer. Hindemith´s Sonata op.11/4 got the programme of to an impressive start, not only on account of Rohde´s large and virile tone but also thanks to the sympathetic delineation of the composer´s purpose (…) Rohde´s tonal distinction seemed to enrich the material of the Solosonata by B. A. Zimmermann, as was the case with the Bloch´s Suite Hebräique.

(The Strad)

Hartmut Rohde begeistert das Publikum durch seine besonderen Klangfarben sowie seine variable musikalische Sprache. Seine Interpretationen sind stets eine affektvolle und elektrisierende Ausleuchtung der Partitur. Ein Hauptinteresse liegt für ihn in der historischen Hinterfragung der verschiedenen Stilrichtungen, der Wirkung der rhetorischen Musiksprache des Barock und der Klassik hinein in die Romantik. Perspektiven und neues Erleben im musikalischen Dialog sind Grundlage der Interpretationen. Seit seinen Wettbewerbserfolgen in 1990/91 ist der Musiker auf internationalen Bühnen zuhause. Sein reichhaltiges Repertoire umfasst neben dem großen klassischen Violarepertoire die Entdeckung von unbekannten Werken bis hin zu Uraufführungen der eigens für ihn geschriebenen Werke. 

Violist Hatmut Rohde © Frank Jerke
© Frank Jerke

Als Kammermusiker führen Hartmut Rohde Konzerte regelmäßig nach Australien, in die USA und nach Kanada, Südamerika, Israel, Südamerika, Europa oder die Schweiz. Zahlreiche Wettbewerbsauszeichnungen waren die Basis für eine internationale Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker. u. a. mit Heinrich Schiff, David Geringas, Lars Vogt, Daniel Hope, Janine Jansen, Arto Noras, Patrick Gallois, Jörg Widmann sowie dem Auryn Quartett und dem Artis Quartett. Der Bratschist ist auch Gründungsmitglied des Mozart Piano Quartets, das zu den weltweit führenden Klavierkammermusikensembles zählt. Das Quartett erhielt im Oktober 2018 den neu geschaffenen OPUS KLASSIK PREIS und unternahm wiederholte Tourneen nach Asien, Südamerika sowie in die USA mit Auftritten in den wichtigsten Musikzentren. Seit mehreren Jahrzehnten ist er Mitglied von Spectrum Concerts Berlin mit einer eigenen Konzertreihe in der Berliner Philharmonie. Ab 2022 gesellt sich die künstlerische Leitung des eigenen Rhinluch-Festivals in Brandenburg dazu, dass die Resonanzen auch anderer Künste mit integriert und ausleuchtet. 

Solistisch konzertierte Hartmut Rohde mit Dirigenten wie Kent Nagano, Pavel Baleff, Paavo Järvi, Massimo Zanetti, Christoph Prick und Michael Sanderling. Darüber hinaus gastiert er regelmäßig in der Carnegie Hall New York, der Wigmore Hall in London, dem Concertgebouw Amsterdam sowie bei den Berliner Festspielen, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Salzburger Festspielen, den „Spannungen“ Heimbach, dem Festival Pablo Casals, Moritzburg Festival, Australian Chamber Music Festival und dem Seoul International Chamber Festival. Sein Engagement für zeitgenössische Musik zeigt sich in der Zusammenarbeit mit Komponisten wie Jörg Widmann, Detlev Glanert, Brett Dean oder Wolfgang Rihm oder K. Penderecki, David Ph. Hefti, Jan Müller-Wieland, Pzremyslaw Pujanek oder Aziza Sadikova. Anfang 2026 war die Eröffnung des Lutoslawsky Festivals mit dem NOSPR Radiosinfonieorchester Kattowice in Warschau mit Interpretationen der Violakonzerte von Giorgio Federico Ghedini und Frank Martin ein weiterer Höhepunkt, das live im Polnischen Radio übertragen wurde. 

Conductor Hatmut Rohde © Frank Jerke
© Frank Jerke

Von 2013-2017 war Hartmut Rohde Dirigent und künstlerischer Leiter des Leopoldinum Chamber Orchestra Wrocław (Breslau). Bei Label cpo erscheinen hochgelobte CDs mit Werken von Laks und Jarnach sowie Erich Wolfgang Korngold. Weitere Dirigate führten ihn zum Sinfonieorchester Biel, Sinfonieorchester Lemberg, Sommerakademie Cervo, Aurora Kammerorchester Schweden oder zum Kammorchester Klaipeda. Gastkonzerte gab er in der Berliner Philharmonie, der Tonhalle Düsseldorf, dem Festival Wratislawia Cantans und dem Casals Festival in Frankreich. Mit dem Franz Liszt Kammerorchester Budapest und der Hamburger Camerata führen ihn als Dirigent Konzerte 2019 u.a. in das Konzerthaus Wien oder die Hamburger Musikhalle. Eine Einspielung des Klavierkonzerts von Hans Gal erschien erneut beim Label cpo. Rohde gastierte als Dirigent und Solist zur Eröffnung des Festivals für neue Musik beim Kammerorchester Klaipeda, gastierte Orquestra Filharmonica Projeto in Sao Paulo oder trat mit dem Orchestre de Berlin in der Hamburger Laeiszhalle sowie dem Konzerthaus Berlin auf.

Nach seiner frühen Ausbildung bei Christian Pohl sowie dem Studium bei Prof. Hatto Beyerle wurde er bald zu einem der erfolgreichsten europäischen Lehrer und lehrt seit 1993 als Professor an der Universität der Künste Berlin. Darüber hinaus ist er Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London. Ab Herbst 2026 bekleidet er einen Lehrstuhl an der Escuela Superiore de Musica Forum Musikae in Madrid.

Erfolge seiner Studierenden sind u. a. führende Positionen bei den Berliner und Münchner Philharmonikern, bei allen Rundfunkorchestern, dem Leipziger Gewandhaus, London, Paris, Rom, Wien etc. sowie zahlreiche Preise bei Wettbewerben wie Banff, ARD München, Young Concert Artists NY, Mendelssohn Wettbewerb, Brahms Wettbewerb, Genfer Wettbewerb oder sind Preisträger des Echo Klassik Preises. Er ist künstlerischer Leiter des Internationalen Max Rostal Wettbewerbs für Violine und Viola Berlin.

Weitere CD-Aufnahmen liegen bei EMI Classics, Decca, BMG/Sony, MDG sowie Naxos vor. 2003 erhielt er den Supersonic Award.

Hartmut Rohde spielt ein Instrument von Ivo Luliano (2016) sowie eine Giuseppe Fiorini (1899).

Hartmut Rohde, Violist
© Frank Jerke

Interview

Interview mit Hartmut Rohde im Badischen Tage­blatt vom 22.07.2010 „Bela Bartok: Annähe­rungen an eine vermu­tete Gestalt“ von Isabel Herz­feld…

 

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